Postexpositionsprophylaxe (PEP)

Am Arbeitsplatz

  • Bei Personen, die beruflich häufig mit infiziertem Blut zu tun haben, sollten ein Hepatitis-B-Impfschutz sowie eine Titerbestimmung von HBs-Ak vorliegen, um nachzuweisen, ob der Impfschutz in ausreichendem Ausmass vorhanden ist.
  • Jede Institution sollte über die entsprechenden Daten ihrer Mitarbeitenden rasch verfügen können, damit mit entsprechenden PEP-Massnahmen keine Zeit verloren geht.
  • Personen, die an ihrem Arbeitsplatz in Kontakt mit intravenös Drogenkonsumierenden stehen, sollten zusätzlich zum Hepatitis-B-Impfschutz auch gegen Hepatitis A geimpft werden.
  • Heute stehen zur Verhinderung einer Infektion wirksame Medikamente gegen das HI-Virus und Hepatitis-B-Virus zur Verfügung. Die PEP muss möglichst rasch nach dem Blutkontakt angewendet werden.
  • Bei Hepatitis A ist eine aktive Impfung möglich.
  • Für Hepatitis C gibt es keine PEP (Post-Expositions-Prophy­laxe).

Jeder Betrieb muss eine Ärztin oder einen Arzt bestimmen, bei der/dem sich die Mitarbeitenden melden können, die potenziell infektiösem Material oder einem sonstigen Infektionsrisiko (Stich- oder Bissverletzung) ausgesetzt waren. Die sofortige Einleitung einer Post-Expositions-Prophylaxe (z.B. aktive und passive Impfung) kann angezeigt sein.