Sich impfen lassen

Gegen Hepatitis A und Hepatitis B gibt es sowohl einen ­aktiven als auch einen passiven Impfschutz. Gegen Hepatitis C ist noch kein Impfschutz möglich. Es existieren kombinierte Hepatitis-A- und Hepatitis-B-Impfstoffe. Sie werden in der Regel zum Zeitpunkt null, nach einem Monat und nach sechs Monaten verabreicht und erweisen sich als sehr wirksam ­(≥ 90%).

Impfung gegen Hepatitis A

Die Impfung wird empfohlen für:

  • Drogenkonsumierende
  • Personal, das in engem Kontakt mit Drogenkonsumierenden oder mit Personen aus Risikogebieten steht
  • Reisende in endemische Zonen (➞ entsprechende Liste ­unter www.safetravel.ch)
  • In der Schweiz lebende Kinder aus Endemiegebieten, die in ihr Heimatland reisen
  • Männer, die Sex mit Männern haben
  • Personen mit einer chronischen Hepatitis, insbesondere Hepatitis C
  • Personen mit HIV, HCV und HBV-Co-Infizierte

Impfung gegen Hepatitis B

Seit 1998 wird die Impfung in der Schweiz für Jugendliche von 11 bis 15 Jahren empfohlen. Die Impfung hat präventiven Charakter um das Infektionsrisiko mit Einsetzen der sexuellen Aktivitäten zu minimieren. Für die anderen Altersgruppen wird die Impfung in folgenden Situationen empfohlen:

  • Personal im Gesundheitswesen, das in Kontakt mit Blut oder mit möglicherweise infizierten Körperflüssigkeiten, verunreinigten oder kontaminierten Gegenständen und infektiösem Material kommt
  • Drogenkonsumierende
  • SozialarbeiterInnen, Gefängnis- und Polizeipersonal, die in häufigem Kontakt mit Drogenkonsumierenden stehen
  • Personen mit häufig wechselnden SexualpartnerInnen
  • Personen, die im gleichen Haushalt leben wie Virus­trägerInnen (Antigen HBs) oder mit solchen Sexualkontakte haben
  • Personen, die aus Risikogebieten stammen (Afrika, Asien, Ozeanien, gewisse Regionen von Südamerika) (➞ entsprechende Liste unter www.safetravel.ch)
  • Reisende in endemische Zonen, die engen Kontakt mit der Bevölkerung haben (langer Aufenthalt oder Risikoverhalten)
  • Personen mit verminderter Immunfunktion (Immunschwäche), PatientInnen mit künstlicher Niere (HaemolysepatientInnen), BluterInnen
  • Personen mit einer chronischen Hepatitis C
  • HIV- und HCV-Co-Infizierte